2012 11 14 Bonner Generalanzeiger: Von Maden und dem perfekten Mord

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Quelle: Bonner Generalanzeiger, 14. November 2012


Mark Benecke im Interview

Von Maden und dem perfekten Mord

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Interview: Ebba Hagenberg-Miliu


"Der Herr der Maden" heißt Ihr Programm, mit dem Sie morgen im Brückenforum auftreten. Was haben wir da Appetitliches zu erwarten?
MB: Hängt von der Wahl der Zuschauer ab. Plötzliche Selbstentzündung von Menschen, Insekten auf Leichen, Alien-Autopsie, DNA...


Sie lassen die Zuschauer auch mitentscheiden?
MB: Jenau, wir wählen ganz demokratisch Fälle aus.


Sie sagen: Es gibt keinen perfekten Mord. Warum kann man Spezialisten wie Sie nicht linken?
MB: Naja, ich weiß ja nicht, wie viele Morde die Kolleginnen und Kollegen und ich nie erkannt haben. Vielleicht gibt's also doch perfekte Morde...


Neben dem Kriminalbiologen ist aber auch immer der Psychologe gefragt?
MB: Manchmal. Besonders bei sehr wirren Verbrechen können die Spuren etwas rätselhaft sein, wenn man die Störung des Täters nicht versteht.


Wie sieht denn der Arbeitsalltag eines Kriminalbiologen aus?
MB: Entweder ich bin als Spurenkundler tätig und gucke nur die Insekten an. Dann kann ich manchmal beispielsweise sagen, dass ein Insekt fünf Tage auf der Leiche gelebt hat oder dass eine Leiche mit Sicherheit längere Zeit in einem Haus gelegen hat und nicht an der Stelle, wo sie gefunden wurde. Der Rest des Falles ist mir dabei vollkommen egal. Wenn es aber um Tatortrekonstruktionen geht, hole ich mir alle möglichen Informationen heran und rede mit jedem, der irgendetwas wissen könnte.


Sie sind selbst auch oft im Fernsehen präsent. Was ist der Unterschied zwischen TV-Ermittlungen und denen in der Realität?
MB: Ich gucke nie fern.


Haben Sie eigentlich schon als Kind davon geträumt, mal beruflich mit Maden zu tun zu haben?
MB: Nee, ich war der kauzige Junge mit dem Chemie-, Physik- und Detektivkasten, aber Maden waren damals noch kein Thema. Ursprünglich wollte ich Koch werden.


Mit herzlichem Dank an Ebba Hagenberg-Miliu und die Redaktion des Bonner Generalanzeigers für die Freigabe und die Genehmigung zur Veröffentlichung.



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