Nagel

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Facharbeit aus der Biologie

Insekten als Indikatoren der Verbrechensaufklärung

 Name: Kathrin Nagel
Schule: Theresia Gerhardinger Gymnasium am Anger, Olching bei München
Klasse: K13
Lehrer: Herr Fendl

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Zum Download der kopletten Arbeit als .pdf-Datei bitte hier klicken!


Hier der Beginn der Arbeit zum Einlesen:

1.Forensische Entomologie

1.1 Definition

In vielen Kriminalromanen und Rechtsmedizinfernsehserien wird die Forensische Entomologie angewandt. Dies war der Grund, warum ich sofort Interesse an diesem nicht gerade alltäglichen, ungewöhnlichen Thema gefunden habe. Ich hatte schon des Öfteren davon gehört bzw. gelesen und sah nun die Möglich-keit mich mehr und intensiver über dieses Thema zu informieren bzw. mich damit auseinanderzusetzen.

Das Wort Entomologie stammt zum Einen vom griechischen Wort „entomos“ und bedeutet „eingeschnitten“ oder „gekerbt“, was für Kerbtiere bzw. Insekten steht. Zum Anderen stammt es vom Wort „logos“ was soviel bedeutet wie „Lehre“. Also bedeutet Entomologie, Lehre von den Insekten. Forensik stammt vom lateinischen Wort „forum“ und bedeutet normalerweise „Marktplatz“ oder „Forum“, wird hier allerdings im Sinne von „öffentlich“ verwendet.

„Die Forensische Entomologie ist eine rechtsmedizinisch-kriminalistisch angewandete Insekten- und Gliedertierkunde. Sie beschäftigt sich mit den leichenbesiedelnden Gliedertierarten, um mit diesen die Leichenliegezeit (PMI), Vergiftung, Verwahrlosung und andere forensische Fragen zu klären.“ Die Forensische Entomologie ist ein Teilgebiet der Kriminalistik bzw. Kriminal-biologie.


1.2 Geschichte

Erstmals wurde von der Forensischen Entomologie im 13. Jahrhundert in China berichtet. Ein toter Mann wurde in einem Reisfeld gefunden, er wurde mit einer Sichel ermordet. Da es keine Verdächtigen gab, wusste man zunächst nicht, wie man den Fall lösen könnte. Bis der Jurist Sung Tz’u alle Sichelbesitzer auf dem Dorfplatz versammeln ließ. Sie sollten ihre Sicheln vor sich in die Sonne legen. Schon nach einigen Minuten hatten sich Fliegen aus der Umgebung auf eine Sichel gestürzt, nämlich auf die eines Schuldners des Ermordeten. Sung Tz’u klärte den Fall auf: Auf der Sichel des Schuldners befanden sich winzigste Gewebe- und Blutspuren die für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar waren. Die Fliegen, die sich von Blut ernähren, können dieses auch in sehr kleinen Mengen riechen. Somit war der Mörder überführt und die Anfänge der Forensischen Entomologie geschaffen.

Wie eine Grabplatte aus dem 16. Jahrhundert beweist, die eine tanzende, mit Maden befallene Leiche zeigt, wusste man damals schon über die Besiedlung von Leichen durch Insekten Bescheid.

1874 wurden erstmals Untersuchungen an einer frischtoten Leiche vorgenommen, an der schwangere Schmeißfliegen ihre Eier nicht in die Augen und Ohren, sondern in offene Wunden legten.

Erste wissenschaftliche Untersuchungen wurden in Frankreich und Deutschland etwa 1855 vorgenommen. Der Forscher M. Bergeret erforschte z. B. Methoden zur Bestimmung der Leichenliegezeit, welche aber wegen der geringen Kenntnis über die Entwicklung der Larven noch sehr ungenau waren.

Der Dresdner Pathologe Dr. Reinhard führte im Rahmen von Gesetzeser-neuerungen für Bestattung die erste systematische Leichenuntersuchung durch. In Zusammenarbeit mit Insektenkundlern untersuchte er die Buckelfliegen (Sargfliegen), die er im Grab eines schon länger verstorbenen Mannes fand. Seine Theorien fanden Bestätigung durch den französischen Forscher Pierre Megnin, der später mit seinem Werk „La Faune des Cadavres“ einen Meilenstein setzte und für den Durchbruch der Forensischen Entomologie sorgte. Er beschrieb darin die Leichen-zersetzungsstadien: „frischtot _ beginnende Fäulnis _ Fette _ käseartige Produkte _ ammoniakalische Fäulnis _ Schwärzung _ beginnende Vertrocknung _ starke Vertrocknung _ Skelettierung.“ Nach Studien an freiliegenden Leichen verfeinerten die kanadischen Forscher Wyatt Johnston und Geoffrey Villeneuve im Jahre 1895 Megnins Werk. Sie beachteten als Erste auch, wie Umwelteinflüsse das Verhalten von Insekten beein-flussen. Der Biologe M. Motter hielt im Jahre 1896 erstmals die Beschaffenheit der Erde und der Leiche im Zusammenhang mit der Leichenliegezeit fest. Somit war Anfang des 20. Jahrhunderts die Entwicklung der Forensischen Entomologie schon sehr weit fortgeschritten.




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