2017 12 Xaver Die Leiche aus der Biotonne

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Quelle: XAVER, Dezember 2017, Seite 48

Die Leiche aus der Biotonne

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(Fragen: Thomas Jentsch)

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Aalen-Unterkochen, Festhalle. Ist Dr. Mark Benecke am Werk, ist es meist längst zu spät. Als Deutschlands berühmtester Kriminalbiologe bereist der Herr der Maden die ganze Welt, um die mysteriösesten Fälle aufzuklären und sie in humoristischen Shows seinem Publikum vorzustellen. Ein besonderes Faible hegt er von Beginn an für Insekten, die Leichen besiedeln, wodurch sich auch sein Spitzname "Dr. Made" leicht ableiten lässt. Übersät mit Tattoos und mit zahlreichen Piercings versehen, wirkt Mark Benecke nicht nur wie ein Paradiesvogel, sondern lebt diese Devise auch in vollen Zügen. Mit morbidem Charme und jeder Menge Humor, löst Benecke wahre Begeisterungsströme aus und fasziniert mit seiner Sicht auf das unbeliebte Thema "Tod". Ihm gelingt es wie keinem Zweiten, sein Fachwissen virtuos und zugleich verständlich dem interessierten Laien zu vermitteln. Können Maden und Fliegen tatsächlich einen Mörder überführen? Und was sagen die verschiedenen Blutspritzer über den Tathergang aus? Dr. Made gewährt den Zuschauern einen spannenden Einblick in die Arbeit eines der erfolgreichsten Kriminalbiologen unserer Zeit.


KURZ NACHGEFRAGT: 5 Fragen an Mark Benecke

XAVER: Moin Mark! Weihnachten steht vor der Tür - wie begehst du das Fest der Liebe?


Mark Benecke: Ich versuche vor 22.00 Uhr ins Bett zu kommen - am besten mein eigenes. Das ist von Januar bis Weihnachten 2017 leider an 320 Tagen nicht der Fall gewesen.


Du bist richtig viel live unterwegs. Reist deine Frau Ines oft mit, oder legst du zwischen deinen vielen Terminen auch immer wieder bewusst Pausen ein, um Zeit zu Hause und mit Ines zu verbringen?


Wir machen alles zusammen ... unsere Pause ist es, in Hoyerswerda, Aue, Hildesheim oder Berlin mal zwischendurch einen Kaffee zu trinken oder (neulich in Dresden) ein Buch-Antiquariat gegenüber vom Hotel zu durchstöbern. Bewusste Pausen gehen nicht, denn es ist viel zu viel Cooles und Schönes und Wildes und Trauriges los.


Über 111 Tattoos zieren mittlerweile deinen Körper - da kann man schon von Sucht sprechen. Gibt es andere Sachen, die dich ähnlich locken? Kuchen? Maden? Superhelden?


Leckeres veganes Essen immer. Superheld/innen auch. Spannende Fälle kommen von selbst rein, darüber freue ich mich aber auch immer - nicht darüber, dass sie passiert sind, aber darüber, dass wir ein Mosaiksteinchen zur Bearbeitung beitragen können.


Neben den vielen Liveshows bist du auch noch bei Die PARTEI aktiv, schreibst Bücher, machst regelmäßig Radio und und und ... Hast du mittlerweile einen Klon, damit du das alles schaffst, oder schläfst du einfach nicht?


Der Trick ist, unbedingt zu schlafen. Unterwegs, also fast immer, ist das von 02.00 Uhr nachts bis 09.00 Uhr morgens - das geht erstaunlicherweise. So sind Ines und ich fit genug, um die ganzen schönen Dinge zu stemmen. Nicht schlafen geht nicht. Neulich waren wir auf der saucoolen Kunst- und Technoparty der "Heroin Kids" in Berlin gewesen und sind leider als erste gegangen, obwohl es sehr chefmäßig war. Das ist halt der Nachteil an der strengen Disziplin. Achja, und wir trinken fast keinen Alkohol mehr, das war auch eine interessante Umstellung - geht aber nicht anders, sonst kommst du selbst bei einem Feierabend-Bierchen nach ein paar Tagen nicht mehr aus dem Bett. Es ist sehr anstrengend, aber eben auch sehr geil. Wichtig ist auch, dass meine Kollegin Tina sowie meine Steuerberaterin und Grundschul-Freundin und meine Mutter das strukturelle Hintergrundrauschen sehr freundlich und kompetent regeln.


Gabs bei dir rückblickend eigentlich diesen einen, auslösenden Moment, wo du dich dann für deine Wissenschafts-Laufbahn entschieden hast?


Ich habe mal geträumt, dass Spider-Man an unserer Langbau (=Plattenbau)-Siedlung vorbei schwingt. Das fand ich sehr cool und bewegend. Da er ja Biochemie studiert, war damit schon einiges klar, zumal ich auch den Film "Blade Runner" spannend fand. Die Frage dort ist ja, wie sich Androiden von Menschen unterscheiden. Das hat mich zu genetischen Fingerabdrücken und damit in die kriminalistische Richtung gebracht. Dass das Wissenschaft ist, wusste ich damals nicht. Für mich war und ist bis heute alles evidenz basierte - also doppelt-verblindet Beweisbare - gut bearbeitbar, alles andere weniger.


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Dr. rer. medic. Mark Benecke · Diplombiologe (verliehen in Deutschland) · Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für kriminaltechnische Sicherung, Untersuchung u. Auswertung von biologischen Spuren (IHK Köln) · Landsberg-Str. 16, 50678 Köln, Deutschland, E-Mail: forensic@benecke.com · www.benecke.com · Umsatzsteueridentifikationsnummer: ID: DE212749258 · Aufsichtsbehörde: Industrie- und Handelskammer zu Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln, Deutschland · Fallbearbeitung und Termine nur auf echtem Papier. Absprachen per E-mail sind nur vorläufige Gedanken und nicht bindend. 🌏 Mark Benecke, M. Sc., Ph.D. · Certified & Sworn In Forensic Biologist · International Forensic Research & Consulting · Postfach 250411 · 50520 Cologne · Germany · Emergencies: Text / SMS / text messages only (never call me): +49 171 177 1273 · Anonymous calls & suppressed numbers will never be answered. · Dies ist eine Notfall-Nummer nur für SMS in aktuellen, kriminalistischen Notfällen). Bitte rufen Sie niemals an. · If it is not a real emergency, send an e-mail, pls. · If it is an emergency, send a text message (SMS) · Facebook Fan Site · Benecke Homepage · Datenschutz-Erklärung · Impressum · Archive Page