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Dabei erreichte die Gruppe der polygamen Probanden höhere Werte für die Dimension „Offenheit für neue Erfahrungen“, wohingegen für die Dimensionen „Verträglichkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“ die Gruppe der monogamen Probanden die höheren Werte erzielte. Für die Faktoren „Neurotizismus“ und „Extraversion“ zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Insgesamt lässt sich sagen, dass es einige Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Arten der Beziehungsführung, in diesem Fall Monogame und Polygame, gibt.  
 
Dabei erreichte die Gruppe der polygamen Probanden höhere Werte für die Dimension „Offenheit für neue Erfahrungen“, wohingegen für die Dimensionen „Verträglichkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“ die Gruppe der monogamen Probanden die höheren Werte erzielte. Für die Faktoren „Neurotizismus“ und „Extraversion“ zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Insgesamt lässt sich sagen, dass es einige Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Arten der Beziehungsführung, in diesem Fall Monogame und Polygame, gibt.  
  
Es ist durchaus denkbar, dass diese Persönlichkeitseigenschaften die Wahl eines monogamen oder eines polygamen Beziehungsstils begünstigen und, bewusst oder unbewusst bei der Entscheidung helfen können welche Art der Beziehung besser zu einem passt. Jedoch ist auf diesem bislang nicht stark untersuchten Gebiet noch viel Forschung vonnöten um die hier postulierten Fragen abschließend klären zu können, obgleich diese Studie als Grundlage für weitere Forschung auf diesem Gebiet genutzt werden kann.  
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Es ist durchaus denkbar, dass diese Persönlichkeitseigenschaften die Wahl eines monogamen oder eines polygamen Beziehungsstils begünstigen und, bewusst oder unbewusst bei der Entscheidung helfen können welche Art der Beziehung besser zu einem passt. Jedoch ist auf diesem bislang nicht stark untersuchten Gebiet noch viel Forschung vonnöten um die hier postulierten Fragen abschließend klären zu können, obgleich diese Studie als Grundlage für weitere Forschung auf diesem Gebiet genutzt werden kann.
  
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Bachelor-Arbeit von Jonah Wagner (2016)

Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren auf die Wahl einer monogamen oder polygamen Beziehungsform

Kontakt: jonah.wagner@uni-wh.de

[Gesamte Arbeit als .pdf hier] [Weitere Facharbeiten]

Einleitung

„Ist Monogamie der einzig richtige Weg eine Beziehung zu führen?“ – Diese Frage haben sich schon viele gestellt. Die Mehrheit der in der westlichen Kultur lebenden Menschen führt zur Zeit eine monogame Beziehung, einige behaupten auch das jede andere Art eine Beziehung zu führen „Sünde“ sei, nicht zufriedenstellend sei oder sie es sich einfach nicht vorstellen können. In anderen Kulturen sieht dies wieder anders aus. Dort sind nicht monogame Beziehungsformen oder Ehen entweder weiter verbreitet oder sogar Pflicht und auch dazu gibt es vielfältige Meinungen. Doch was führt dazu, dass ein Mensch sich für die Monogamie oder nicht – Monogamie entscheidet, wenn keine Pflicht besteht das eine oder das andere zu leben? Eine Möglichkeit zur Beantwortung dieser Frage liegt in der Persönlichkeit eines jeden Menschen und der Frage danach, ob Unterschiede in den Persönlichkeitseigenschaften auch dazu beitragen für welche Art der Beziehungsführung wir uns entscheiden.

Diese Studie soll dazu dienen der Beantwortung dieser Frage näher zu kommen, indem sie mögliche Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen monogam lebenden Personen und polygam lebenden Personen im Rahmen einer offenen Querschnittsstudie zu untersuchen versucht. Ebenso sollen mögliche Unterschiede in der durchschnittlichen Beziehungsdauer und Anzahl an Beziehungen die eine Person im Durchschnitt habe untersucht werden. Hierfür wurde mit Hilfe einer Onlineumfrage eine Stichprobe von 2420 Probanden akquiriert. Die Inklusionskriterien für die Teilnehmer bestanden darin ein Mindestalter von sechszehn Jahren zu haben und sich aktuell in einer Beziehung zu befinden.

Im Rahmen der Befragung mussten die Probanden eine Reihe an soziodemographischen Fragen, Fragen zu ihrer Beziehung und Fragen zu ihrer Sexualität beantworten. Zusätzlich wurden noch die Ausprägungen für die fünf Grunddimensionen („Neurotizismus“, „Verträglichkeit“, „Gewissenhaftigkeit“, „Extraversion“, „Offenheit für neue Erfahrungen“) des Fünf Faktoren Persönlichkeitsinventar (Big 5) mit Hilfe des NEO – FFI Fragebogens von Goldberg und Lewis (1990) erhoben. Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen der Gruppe der monogam lebenden Teilnehmer und der, der polygam lebenden Teilnehmer hinsichtlich der Durchschnittlichen Beziehungsdauer und der Anzahl an Beziehungen welche sie vor der aktuellen Beziehung hatten. Bei Betrachtung der Persönlichkeitsfaktoren ergaben sich signifikante Unterschiede für die Persönlichkeitseigenschaften „Verträglichkeit“, „Offenheit für neue Erfahrungen“ und „Gewissenhaftigkeit“.

Dabei erreichte die Gruppe der polygamen Probanden höhere Werte für die Dimension „Offenheit für neue Erfahrungen“, wohingegen für die Dimensionen „Verträglichkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“ die Gruppe der monogamen Probanden die höheren Werte erzielte. Für die Faktoren „Neurotizismus“ und „Extraversion“ zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Insgesamt lässt sich sagen, dass es einige Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Arten der Beziehungsführung, in diesem Fall Monogame und Polygame, gibt.

Es ist durchaus denkbar, dass diese Persönlichkeitseigenschaften die Wahl eines monogamen oder eines polygamen Beziehungsstils begünstigen und, bewusst oder unbewusst bei der Entscheidung helfen können welche Art der Beziehung besser zu einem passt. Jedoch ist auf diesem bislang nicht stark untersuchten Gebiet noch viel Forschung vonnöten um die hier postulierten Fragen abschließend klären zu können, obgleich diese Studie als Grundlage für weitere Forschung auf diesem Gebiet genutzt werden kann.

[Gesamte Arbeit als .pdf hier]