MifueMi: Koelner Donaldisten

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Quelle: MifüMi 133 (Mitteilungen für Mitglieder der D.O.N.A.L.D.), 2014


Das Eckige muss ins Runde - Die Kölner Donaldisten

Aus der Serie „Begeisterte, und voll donaldisierte Donaldisten” (Teil 9)

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VON MARK BENECKE

Neugierige fragen hin und wieder, was es bei einem DonaldistInnen-Stammtisch zu besprechen gäbe. Kurz vor Beginn des mit 7:1 beendeten Fußballspieles der deutschen gegen die brasilianische Nationalmannschaft fand beispielhaft folgendes Gespräch statt. Man möge es, konfrontiert mit inhaltlichen Fragen, gerne weiterreichen.

Gesprächspartner waren Rembert Satow, der seit Jahrzehnten jede Fuchs-Zeile einschließlich der Berichts-Überschriften auf der Platte hat, sowie Stammtischbarde Hans. Er bewohnt stoisch dieselbe Ecke des K.D.-Stammtisches und gibt aus dem hölzernen Eck — umgeben von Größen der Wirtschaftwunder- zeit — gelegentlich launig-bittersüße Meldungen.

Ebenfalls präsent: Die Präsidente. Trotz überdeutlichen Vorfiebers auf das Fußballspiel schüttelte sie mit geisterhafter Geschwindigkeit und schneller, als eine Ameisenstraße zur Deckenlampe gelangen kann, Belege mit fußballerischen Barks- und Fuchs-Referenzen in Einzel-Panels aus dem elektronischen Ärmel.

Mark: Es herrscht heute eine nie gekannte Leere. Rembert, du warst seit dem ersten K.D.-Stammtisch dabei. Was ist hier los?
Rembert: Hier ist wieder mal ein Vorendspiel.


Mark: Erinnerst du dich an eine Situation, in der schon einmal ein Vorendspiel war, was zu so einem Leerfegen des Stammtisches geführt hat?
Rembert: Eher das Gegenteil. Ich kann mich an ein Gruppenspiel erinnern, als Österreich grad’ so den Anschluss geschafft hatte, aber es war zu spät, um das Spiel noch zu drehen.


Mark: Hast du “Anschluss” gesagt?
Rembert: Das war das 2:1, das war gleichzeitig der Anschluss. Das ist offizielle Fußballsprache.
Hans: Rembert hat ganz laut durchs Lokal gerufen „Österreich sucht den Anschluss!“, und dann war bei den etwas älteren [Nicht-Stammtisch-Gästen] eisiges Schweigen.


Mark: Aber da war es voller und nicht leerer?
Rembert: Da war es voller. Das war ein Gruppenspiel..


Mark: Was sagst du dazu, dass anstatt des alten schrottigen Schwarz-Weiß-Fernsehers, der auch keinen Ton an hatte, heute hier im “Weißen Holunder” auf einmal so ein Plasma-Display — heutzutage muss es ja englisch benannt sein — steht?
Rembert: Die fallen ja weiter nicht auf. Die sehen ja aus wie in Star Trek. Das ist ein schwarzes Loch.


Mark: Siehst du einen Zusammenhang zwischen Fußball und Donaldismus? Weil sich ja alle gleich vom Stammtisch absentieren wollen. Das könnte ja antidonaldistisch sein und damit gegen die Prinzipien der D.O.N.A.L.D.
Rembert: In der Micky Maus-Beilage gab es immer mal was über Fußball. Da wir ja alle gezwungenermaßen von der Micky Maus kommen — wegen unseres Alters — hat man das ein bisschen mitgekriegt.


Mark: Was stand da über Fußball drin?
Rembert: Da waren Bildchen und das war’s schon.


Mark: Bildchen?
Rembert: Sammelbildchen von Fußballmannschaften, zum Beispiel seinerzeit Eintracht Braunschweig aus der Bundesliga.


Mark: Zum Ausschneiden oder zum Kleben?
Rembert: Zum Ausschneiden, und man konnte das dann in ein selbstgestaltetes Heft kleben.


Mark: Da gab es noch keine Panini-Sammel-Alben?
Rembert: Nicht, dass ich wüsste.


Mark: Hast du die Fußballbilder ausgeschnitten?
Rembert: Nicht nur die Fußballbilder, auch die Old- timerbilder.


Mark: Besitzt du das Oldtimeralbum noch?
Rembert: Ich glaube, ja.


Mark: Jetzt sind viele von uns selbst Oldtimer. Noch mal darauf zurück: Das ist heute eine Sondersituation — der K.D.-Stammtisch wird gesprengt durch Fußball. Irgendein Gedanke dazu?
Rembert: Nicht richtig gesprengt. Beim letzten Stammtisch wurde gesagt, wir lassen das auf uns zu kommen. Es hätte ja auch Brasilien gegen Frankreich kommen können oder sogar noch besser...was war das andere für ein Finale? Hab ich vergessen. Aber Algerien! Algerien gegen Frankreich, das wäre noch härter gewesen.


Mark: Oh ja, Algerien gegen Frankreich hätte niemand von uns sehen wollen.
Hans: Das hätte auch niemand von denen überlebt.
Rembert: Die ganzen guten Franzosen sind ja eigentlich Algerier: Die Berber, Benzema und so weiter.


Mark: Kurzum, der K.D.- Ältestenrat entscheidet also: Es gibt heute keinen Interessenkonflikt?
Rembert: Es gibt keinen wirklichen Interessenkonflikt. Dadurch, das sich einige von uns verdrücken, haben wir mehr Platz.


Mark: Das ist richtig. Allerdings bleibe ich wohl alleine hier, weil alle anderen sich verdrücken werden. Letzte Frage: Gibt es rein barksistische Fußball-Quellen?
Rembert: Allenfalls fuchsistisch.
Presidente: Die sind nicht barksistisch, weil es in Amerika seinerzeit...
Hans: Aber natürlich: Flachbombe!


Mark: Eben, Flachbombe.
Rembert: Das ist bei Fuchs aufgesetzt, nicht bei Barks.


Mark: Sieht man bei der Flachbombe, was sie spielen?
Rembert: Nein, das ist eine Radioübertragung, unser aller Medium....


Mark: ...als Donald in einem Hausboot Ferien macht in der Hoffnung, dass die Neffen keinen Unsinn anstellen können.
Rembert: Da ist die See so flach, dass nichts passiert.


Mark: Der Präsidente kommt soeben ein Geistesblitz.
Presidente: Es gibt eine Art Länderspiel für Entenhausen, und das wird als Fußball-Länderspiel bezeichnet. Es droht auszufallen wegen Schneefalls. Daniel versucht sein neu erfundenes Schneeschmelzmittel per Flugzeug über dem Stadion abzuwerfen, kann aber nicht tief genug fliegen. Fliegen kann er auch nicht, heißt es da. Ein guter Pilot ist er nicht.*


Mark: Sieht man, was für ein Stadion es ist?
Presidente: Es ist jedenfalls ein Stadion mit Grün, es ist ein Mannschaftssportspielstadion.


Mark: Wir können also nicht sicher ausschließen, dass es Fußball in Entenhausen gibt.
Rembert: Vielleicht American Football, vielleicht hat man da auch in Deutschland retuschiert, dass da auch Tore reingestellt wurden. Jedenfalls ist es ein Länderspiel, und es kann dann auch noch stattfinden.
Presidente: Es ist eine Rasenballsportart, aber in diesem Fall ohne Ball.
Rembert: Warum kein Ball? Nur weil er eckig ist?
Presidente: Ja. Das schließt sich aus.
Rembert: Es gibt auch eckige Eier und da schließt sich gar nichts aus.


Mark: Die heißen aber dann auch eckige Eier.
Rembert: Das Eckige muss ins Runde.
Hans: Wie heißt denn der Bericht mit dem Fußballstadion?
Rembert: Das muss ich sehr überdenken. Das war so eine kleine Düsentrieb-Sache mit sechs Seiten und da hab’ ich nicht alle im Kopf. **
Presidente: Die Düsentriebs sind oft kürzer als sechs Seiten. Die haben sogar eine eigene Abteilung in der Barks Library und firmieren unter “Daniel Düsentrieb”.


Mark: Jedenfalls sind es keine Eight-Pagers und Tijuana Bibles. Vielen Dank an alle, jetzt schmeiß’ ich eine Runde.


  • Original: “Ein schlechter Pilot ist er auch!”
    • “Eine fabelhafte Erfindung” (Vierseiter u.a. in MM 49 (1963))


In dieser Serie bisher dabei:

  • Chris Pohl, Gehirn und Sänger der bekanntesten Grufti‐Band Blutengel (LTB‐Mann; MifüMi 123) Teil 1 der Serie
  • Kathleen Jurke, damals Nachfolgerin von Erika Fuchs bei Ehapa (MifüMi 125) Teil 2 der Serie
  • Karin Ludwig aus Oberursel, eine Dame reinbarks’scher Wässer der Erde (MifüMi 127) Teil 3 der Serie
  • Okkultimus‐Verleger Holger Kliemannel, ebenfalls ganz LTB‐Mann (MifüMi 128) Teil 4 der Serie
  • PaTrick Bahners, damals neu in der neuen Welt (MifüMi 128) Teil 5 der Serie
  • Alexandra Hentschel (Fuchs‐Museums‐Chefin) und Alexander Eberl (damals Bürgermeister) aus und von Schwarzenbach (MifüMi 131) Teil 6 der Serie
  • Richard Kähler, D.O.N.A.L.D.‐Sympathisant erster Stunde und Früh‐Storchianer (MifüMi 132) Teil 7 der Serie
  • Ira Klinkenbusch, die aus fuchsistischen Gründen im Eilmarsch durch den gesamten Barks jagte (MifüMi 132) Teil 8 der Serie
  • PaTrick Bahners, gereift und besonnen, zum Ende seines Neuwelt‐Aufenthaltes (MifüMi 134) Teil 10 der Serie
  • Sarah Burrini, wie von Motten umschwärmtes Comicpreisträgerinnenlicht in der Finsternis (MifüMi 135) Teil 11 der Serie
  • Benno Meyer‐Rochow, fleisch‐ und geistgewordene Einheit aller Barks’schen Forscher (MifüMi 136) Teil 12 der Serie
  • Steff Murschetz, Herausgeber der U-Comix und schwarzweiß-Liebhaber (MifüMi 137) Teil 13 der Serie
  • Constanze Döring, die die Barks Library in der Stadtbibliothek Köln unter "Werkausgaben der Weltliteratur" einreihte (MifüMi 138) Teil 14 der Serie
  • Van Ray, Contemporary Urban Street Barks (MifüMI 139) Teil 15 der Serie

  • Lesetipps


    Dr. rer. medic. Mark Benecke · Diplombiologe (verliehen in Deutschland) · Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für kriminaltechnische Sicherung, Untersuchung u. Auswertung von biologischen Spuren (IHK Köln) · Landsberg-Str. 16, 50678 Köln, Deutschland, E-Mail: forensic@benecke.com · www.benecke.com · Umsatzsteueridentifikationsnummer: ID: DE212749258 · Aufsichtsbehörde: Industrie- und Handelskammer zu Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln, Deutschland · Fallbearbeitung und Termine nur auf echtem Papier. Absprachen per E-mail sind nur vorläufige Gedanken und nicht bindend. 🌏 Mark Benecke, M. Sc., Ph.D. · Certified & Sworn In Forensic Biologist · International Forensic Research & Consulting · Postfach 250411 · 50520 Cologne · Germany · Emergencies: Text / SMS / text messages only (never call me): +49 171 177 1273 · Anonymous calls & suppressed numbers will never be answered. · Dies ist eine Notfall-Nummer nur für SMS in aktuellen, kriminalistischen Notfällen). Bitte rufen Sie niemals an. · If it is not a real emergency, send an e-mail, pls. · If it is an emergency, send a text message (SMS) · Facebook Fan Site · Benecke Homepage · Datenschutz-Erklärung · Impressum · Archive Page