Allgemeine Anfragen

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Allgemeine Anfragen

Ahoi und juten Tach —

wir schaffen es leider nicht mehr, auf Mails zu antworten, die nicht superdringend sind oder einen laufenden Kriminalfall betreffen.

Das tut uns echt extrem leid, ist aber nicht zu ändern. Wir wissen, dass Sie sich Mühe gemacht haben und das jetzt doof, ungerecht und bescheuert finden.

Insbesondere ich (Mark) habe in den letzten fünfzehn Jahren aber weit über hunderttausend Mails, Fragen, Hinweise, Ideen, Facharbeiten usw. beantwortet (kein Witz, auch wenns sich unglaublich anhört, ist aber so). Die Antworten waren auch alle online, wir haben Sie wegen der Ekel erregenden Arbeit von Abmahnanwälten aber aus dem Netz genommen.

Jetzt hat es aber überhand genommen und ich müsste noch einen zweiten Körper haben, um alles zu bearbeiten. Hab ich aber nicht.

Daher:

  • SchülerInnen: Wir haben dutzende Facharbeiten betreut, schaffen das aber leider nicht mehr. Tut mir leid. Bitte beschafft Euch einfach die Bücher, könnt Ihr ja ausleihen, da steht echt alles drin, zum Beruf und ob es nicht ekelig ist und was ich studiert habe usw..
  • Schulen: Wir sind früher sehr oft in Schulen gegangen, bewältigen die Menge der Anfragen aber nicht mehr. Tut uns leid. Bitte nicht traurig sein. Ausnahmen machen wir nur für extrem spezielle Sondereinsätze, z.b. in Schulen für Traumatisierte oder dergleichen.
  • JournalistInnen: Wir bieten ihnen einen fetten Pressespiegel mit Interviews und jede Menge an, bitte melden Sie sich ggf. Tonnenweise Pressefotos gibt's hier.
  • ZuhörerInnen: Es tut mir besonders leid, aber ich komme einfach nicht mehr nach mit dem Antworten. Bitte nicht sauer sein.
  • BuchautorInnen: Selbiges. Bitte reden Sie ggf. mit Ihrem Verlag, der unsere Zeit zahlen muss. Dann helfen wir gerne.
  • Sollte es sich um einen echten, Sie direkt betreffenden Kriminalfall-Fall oder eine wirklich dringende Angelegenheit handeln, schreiben Sie logischerweise gerne. Das ist unser Job.

Für echte Fälle, die Sie direkt betreffen, senden Sie uns bitte einen Brief auf echtem Papier, in dem Sie uns mit der Untersuchung des echten Falles beauftragen.

Sehr herzlich und vielen Dank für Ihre Nachsicht und Ihre Mitteilungen, die uns sehr freuen, aber zu unserem eigenen Bedauern einfach nicht mehr bearbeitbar sind, obwohl wir das wirklich gerne tun würden —

Ihr —

Mark Benecke & Team

Klartext zum Geld

Deutsche Version

Achtung: Bitte lesen Sie auch unsere Rahmen-Bedingungungen für Vorträge (← klick) samt Technik-Bogen und allem drum und dran,   b e v o r   Sie uns kontaktieren. Ein dickes, fettes Dankeschön!

1. Warum arbeiten Sie nicht wie andere Wissenschaftler kostenlos / für einen symbolischen Betrag / für eine Umsatz-Beteiligung für uns?

Weil diese anderen WissenschaftlerInnen, AstronautInnen, ProfessorInnen usw. fest angestellt sind und das Honorar nur als “Zubrot” erhalten. Die KollegInnen können daher problemlos auf das Honorar-Zubrot verzichten, wenn sie nur wollen.

a.
Ich lebe nur (ausschließlich) vom Verkauf meiner Zeit. Meine KollegInnen nicht: Die leben von ihrem Gehalt, das sie auf jeden Fall jeden Monat erhalten, sogar im Urlaub und oder wenn sie krank sind (oder beides gleichzeitig).

b.
Wenn ich “frei” machen würde, verdiente ich in dieser Zeit nichts: Kein Urlaubsgeld, kein Gehalt, keine Versicherung -- nix. Ich muss immer arbeiten, sonst kann ich meine Kosten nicht bezahlen.

c.

Ich zahle meine Labor-Miete, meinen Strom, mein Klopapier, meine Stifte, meine Mitarbeiterinnen und deren Sozialversicherung, das Essen für die StudentInnen, meine Putzlappen, mein Telefon, meine Vergrößerungsgeräte, meine Kamera, meinen Computer, meine Fachzeitschriften-Abos, die Türschlösser, die Fahrtkosten, meine Kongresse/Fortbildungen, diese Website hier usw. komplett selbst.

Woanders zahlt das alles die Firma, Uni oder Behörde.

Daher: Wenn Sie unbezahlte / symbolisch bezahlte / umsatzabhängige Arbeit benötigen, fragen Sie bitte gerne meine fest angestellten KollegInnen. Diese können evtl. sogar während der Dienstzeit für Sie arbeiten, wenn deren Chef es erlaubt, was sehr oft problemlos der Fall ist. Dann sind alle happy.

Abgesehen davon arbeite ich sehr oft gratis, beispielsweise für SchülerInnen, stets unbezahlte peer reviews sowie für meine KollegInnen in Südamerika, Osteuropa oder Südostasien, die wirklich arm sind. Mit “arm” meine ich wirklich arm (nix zu beissen, keinerlei Versicherung) -- nicht Hartz IV.

Alle wissenschaftlichen Artikel schreibe ich ebenfalls ohne jede Bezahlung, neuerdings muss man teils sogar dafür zahlen (Farb-Bild-Druck usw.).

Zudem hat das Finanzamt aus unbekannten Gründen das Messer auf mich gewetzt, ebenso die bekannten Abmahn-Idioten, was auch extrem nervt und mir keinen Raum für Verhandlungen lässt.


2. Erzählense doch nix, Benecke! Sie haben doch Kohle bis zum Abwinken vom Fernsehen und so!

Nein. Meine Auftraggeber sind wahlweise sehr finanzschwach (Knackis, Polizei) oder geizig bis zum Erbrechen (Verlage, Fernsehen usw.).

Ich verkaufe auch nix, womit ich Geld verdienen würde, beispielsweise patentierte Techniken, Wetter-Erzeuger, Internetdienste oder Plastikfigürchen. Ich habe kein Auto, kein Haus, keine Eigentumswohnung, keine Rücklagen -- nix. So ist das.

Ob Sie das glauben oder nicht, ist mir vollkommen egal.

3. Aber für Todesermittlungen muss doch tonnenweise Geld vorhanden sein! Das habe ich in C.S.I. gesehen! Und logisch ist es doch auch!

Nein. Für unprominente Tote und sozial unbekannte Opfer interessiert sich außer Krimifans, KriminalistInnen, RechtsmedizinerInnen, der Presse und (manchmal) deren Angehörige kein Mensch.

Absolut niemand zahlt nennenswerte Beträge für Todesermittlungen. Die meisten meiner KollegInnen weigern sich deswegen, in diesem Bereich -- noch nicht einmal für Gerichte -- zu arbeiten.

Jau, ich weiß, bei C.S.I. und den Serien mit Hubschraubern und Laserkanonen ist das anders. Das sind aber doch nur Spielfilme!  ;)


4. Sie können aber trotzdem nicht von mir, Kindern und Arbeitslosen verlangen, dass wir Ihnen Ihre Arbeit bezahlen!

Doch. Fürs Kino und Fritten haben Sie, die Kinder und Arbeitslosen auch Geld.


5. Aber es ist doch Werbung für Sie, wenn Sie mit uns arbeiten / bei uns auftreten / für uns gratis einen Artikel schreiben!

a. Werbung für was genau?

b. Wenn ich mich in einem Rahmen sehen will, brauche ich nur in den Badezimmer-Spiegel zu gucken.

c. Warum ist Ihr Anliegen ehrenhafter als das von hundert anderen Organisationen?


6. Soll Ihr Verlag doch Ihren Auftritt / Ihre Arbeit für uns bezahlen!

Gerne! Bitte fragen Sie den Verlag danach. In sehr seltenen Einzelfällen ist das schon vorgekommen (sechs mal in den letzten fünfzehn Jahren).


7. Sie dürfen bei uns einen Vortrag halten, wir erwarten dann aber, dass Sie Mitglied in unserer Vereinigung werden!

Supernett gemeint, aber ich entscheide lieber selbst, wo und wann ich in welcher der weltweit hunderttausenden [Academies|Organisationen] ich werde.


8. Wir sind Rotarier und arbeiten für den guten Zweck. Sie müssen da mitmachen! Das ist Bürgerpflicht. Wir spendieren Ihnen ausnahmsweise auch ein Abendessen bei uns!

Ich denke, Sie haben mehr als genug Geld für Ihre ohne Zweifel ehrenwerten Belange zur Verfügung. Ihr Auto sieht zumindest so aus, als könnte man davon zwei wissenschaftliche Arbeitsplätze ein Jahr lang locker bezahlen. Alles weitere siehe Frage 1.


9. Entsetzlich! Suchen Sie sich doch einen anderen Job!

Nein, wieso? Ich mag meinen Job.


10. Aha.

Genau. Und nun würde ich mich freuen, wenn wir uns über Inhalte unterhalten könnten anstatt über Geld. Beim Bäcker diskutieren Sie doch auch nicht darüber, ob die Brötchen bezahlt werden müssen, oder? Schönen Dank, dann kann's jetzt ja losgehen :)


Detail-Erklärung für Angestellte und Beamte


"Ahem, ich habe da nochmal drüber nachgedacht. Ich finde, die 300 Euro für den Vortrag an unserer Polizeischule sind mehr als genug Geld. Sie sind ein Raffzahn, Benecke!"

Okay, verstehe, Sie sind angestellt oder verbeamtet. Ich nicht.

Also:

  • Ich muss einfach den End-Betrag wissen, den Sie zur Verfügung haben. Ein Honorar beinhaltet ja beispielsweise nicht die Kosten für die Zugfahrt.

  • Das ist wie im Urlaub: Wenn das Hotel 200 Euro kostet, ist die Zugfahrt nicht im Hotel-Preis drin, sondern kostet nochmal 200 Euro. Der Urlaub kostet dann 400 Euro, nicht 200 Euro.

  • Steuern: Ich muss 19% MWSt extra abgeben. Ja, ich weiß, Sie nicht. Ich aber.

    Beispiel:
  • Ich erhalte von Ihnen 300 Euro (Gesamt-Betrag)

  • Davon gehen ans Finanzamt: a. 19 % MWSt. = ich erhalte noch 243 Euro von den 300 Euro, b. davon immer mindestens 30% Abgaben an den Staat = ich erhalte noch 170,10 Euro von den 300 Euro, c. ich zahle 200 Euro für den Zug und 80 Euro für das stinknormale Hotel

    = ich erhalte gar nix mehr, sondern ich (!) zahle mindestens hundert Euro dafür drauf, dass ich an Ihrer staatlichen Einrichtung einen Vortrag halte und in der Zeit absolut gar nichts verdienen kann (etwa durch Pizza backen oder sonst was).

    Würden Sie das machen, wenn Sie nicht von Hauptberuf Töchterchen oder Söhnchen wären? Ich bin es nicht und kann es daher nicht machen. Können wir jetzt normal miteinander reden, ohne dass Sie sich aufregen? Yeah, dufte!

    English Version

    • Question 1: Why don't you work with us for free / for a symbolic fee as other scientists do?


    Since all those other scientists, astronauts, professors, etc. have an employment and get the remuneration only as "extra money". If they want to, these colleagues can easily do without that kind of extra income.

    a.

    I am living (exclusively) on selling my time. That does not apply to my colleagues. They are living on their salaries, which they get every month no matter what they do, even during their holidays.

    b.

    If I took some days off, I would not earn any money during that time. No holiday allowance, no salary, no insurances – nothing at all. I have to work all the time, otherwise I cannot cover my expenses.

    c.

    I myself pay the rent for my laboratory, my electricity, toilet paper, pencils, my assistants and the social security contributions for them, the students' food, cleaning cloths, telephone, enlargers, camera, PC, subscriptions for professional journals, door locks, travel expenses, congresses/trainings, this website, etc.

    For my colleagues these costs are covered by their companies, universities or public authorities.

    And for that reason: if you do not want to pay for work, do not hesitate to ask my colleagues who have a regular employment. They might easily be able and want to work for you, if their boss gives his/her permission, and this is often the case without any problems. Everybody's happy then.

    (Not to forget that I work for free quite often; e.g. for students and their theses, always gratuitous peer reviews also for my colleagues in South America, Eastern Europe or Southeast Asia, who are really not well off. By "not well off" I mean actually poor (nothing to eat, no insurances) – not even "Hartz IV" (German social security legislation package).)

    I also write all scientific articles without getting paid for them.


    • Question 2: Mr. Benecke, give me a break! You have more than enough money due to your TV activities and the like!


    No. My principals are either financially handicapped (cons, police) or penny-pinching ad nauseam (publishing houses, TV and the like).

    I do not sell anything that would earn me money, for example patented techniques, weather makers, internet services or plastic dollies. I do not own a car, house, or apartment; I have no reserve savings – nothing. That's it.

    Honestly, and from the bottom of my heart - I don't care if you believe me or not.


    • Question 3: But for the investigations of deaths there have to be available tons of money! I saw it at C.S.I.! That's also logical!


    No. For dead people who are not VIPs and socially unknown victims nobody cares a great deal, aside from crime fans, criminologists, coroners, the media and (if they are lucky) their relatives. Nobody pays major amounts for death investigations. The majority of my colleagues therefore refuse to work in that area – most even refuse to work for courts.


    • Question 4: You cannot ask me, children and the unemployed to pay for your work!


    Of course I can. For movies and French fries the children and unemployed do have money.


    • Question 5: But it is advertisement for you if you work with us/appear at our place/write an gratuitous article for us!


    a. What exactly is advertised?

    b. If I want to see myself in a frame, I just have to take a look into the bathroom mirror.

    c. Why is your cause more honourable than that of hundreds of other organizations?


    • Question 6: Let your publishing company pay your appearance/your work for us!


    Why not! Please, ask the publishing company. In a few individual cases that really had happed (thrice in the last eight years).


    • Question 7: We give you the opportunity to lecture but then we expect that you become a member of our association!


    That's nice, but I prefer to make my own decisions regarding where and when I become a member of which of the hundred thousand organizations all over the world.


    • Question 8: We are Rotarians and work for a good cause. You have to participate! That is civil duty. And as a rare exception we buy you dinner at our place!


    I think that you have more than enough money for your, beyond any doubt, reputable cause. Your car looks as if it was easily possible to pay two scientific positions for one year using the money spent for the vehicle. For anything else refer to question 1.


    • Question 9: Outrageous! Just look for a different job!


    No, why? I like my job.


    • Question 10: Aha.


    Exactly. I would be happy if we could talk sense now instead of money. You do not discuss in a bakery if the rolls have to be paid or not, right? Thank you very much, and now we can get it started!


    Translation by Stephanie Benecke.
    


    Fernsehen / TV

    • Ich entwickle weder gratis Fernsehformate noch habe ich gute Ideen (ich bin fantasielos) noch schreibe ich für Sie Konzepte.
    • Ich arbeite nicht gratis.
    • Ich möchte nicht mit Ihnen essen gehen und einfach mal Gedanken austauschen.
    • Ich möchte nicht — wie schon zwei mal geschehen — ungefragt als Figur in Ihrem Film auftauchen, an dem Sie sich totverdienen.
    • Aber: Wenn Sie eine coole Idee haben, zahlen und zusammen arbeiten möchten: Prima! Können wir gerne bei einem ruhigen, bezahlten Termin in Ruhe besprechen. Yay!




    Mark Benecke, Ph.D. · Certified & Sworn In Forensic Biologist · International Forensic Research & Consulting · Postfach 250411 · 50520 Cologne · Germany · E-Mail: forensic@benecke.com, www.benecke.com · Emergencies: Text / SMS / text messages only (never call me): +49 171 177 1273 -- anonymous calls & suppressed numbers will never be answered. Dies ist eine Notfall-SMS-Nummer (für aktuelle kriminalistische Notfälle). Nur SMS; bitte rufen Sie niemals an. · If it is not a real emergency, send an e-mail, pls. · Facebook Fan Site · Forensic Books & Boxes · Skull Logo Shirts · Neue Benecke-Squarespace-Seite