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==<font color=orange>ProTattoo | Verein für Information, Schulung und<br> Öffentlichkeitsarbeit für und von Angehörige/n der Tätowierbranche</font>==
 
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Derweilen gibt es verschiedene Methoden, die die Entfernung einer Tätowierung anpreisen.
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Derweilen gibt es verschiedene Methoden, die die Entfernung einer Tätowierung anpreisen. Sei es Laser, Säure oder Kauter – allesamt sind nicht nur teuer, sie sind auch riskant. Denn auch wenn die Anbieter gerne etwas anderes behaupten: alle die genannten Methoden können Narben hinterlassen, dass jede Farbe gänzlich verschwindet ist auch nicht garantiert.<br>
  
Sei es Laser, Säure oder Kauter – allesamt sind nicht nur teuer, sie sind auch riskant.
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Klar, manchmal reicht ja schon eine leichte Aufhellung, um das alte Tattoo mit einem neuen „überdecken“, sprich covern, zu können. Dafür eignet sich die Lasermethode bestimmt gut. Aber, was gerade erst am Beginn ist erforscht zu werden: in was genau werden die Tattoofarben in der Haut durch Laser gespalten? Und noch wichtiger: entsteht dadurch evtl. etwas „Gefährliches“? (Stichwort Azo-Pigmente, die eben durch Spaltung aromatische Amine freisetzen können. Werden diese Pigmente durch Laser gespalten? Derzeit weiß es niemand.)<br>
  
Denn auch wenn die Anbieter gerne etwas anderes behaupten: alle die genannten Methoden können Narben hinterlassen, dass jede Farbe gänzlich verschwindet ist auch nicht garantiert.
 
  
Klar, manchmal reicht ja schon eine leichte Aufhellung, um das alte Tattoo mit einem neuen „überdecken“, sprich covern, zu können. Dafür eignet sich die Lasermethode bestimmt gut.
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Die Sache mit der Säure ist definitiv sehr skeptisch zu betrachten. Es handelt sich um einen ätzenden Vorgang. Die Säure greift dabei extrem das Gewebe an. Es wird eben nicht gezielt an die Farbe in der Haut gegangen, sondern die Haut an und für sich so massiv verletzt, dass der folgende Heilungsprozess die Farbe abtransportiert. Fraglich bleibt hierbei auch, ob die Anbieter über ausreichende Kenntnisse verfügen. Denn, falsch angewendet kann diese Methode erheblichen dauerhaften Schaden anrichten. Allgemeine gesundheitliche Risiken durch die Anwendung der Säure sind auch nicht ausreichend dokumentiert.<br>
Aber, was gerade erst am Beginn ist erforscht zu werden: in was genau werden die Tattoofarben in der Haut durch Laser gespalten? Und noch wichtiger: entsteht dadurch evtl. etwas „Gefährliches“?
 
(Stichwort Azo-Pigmente, die eben durch Spaltung aromatische Amine freisetzen können. Werden diese Pigmente durch Laser gespalten? Derzeit weiß es niemand.)<br>
 
  
Die Sache mit der Säure ist definitiv sehr skeptisch zu betrachten. Es handelt sich um einen ätzenden Vorgang. Die Säure greift dabei extrem das Gewebe an. Es wird eben nicht gezielt an die Farbe in der Haut gegangen, sondern die Haut an und für sich so massiv verletzt, dass der folgende Heilungsprozess die Farbe abtransportiert. Fraglich bleibt hierbei auch, ob die Anbieter über ausreichende Kenntnisse verfügen. Denn, falsch angewendet kann diese Methode erheblichen dauerhaften Schaden anrichten. Allgemeine gesundheitliche Risiken durch die Anwendung der Säure sind auch nicht ausreichend dokumentiert.<br>
 
  
 
Kauter, das heißt Verbrennen. Die tätowierten Hautareale werden schlicht verbrannt. Das tote Gewebe wird im Rahmen der Wundheilung erneuert, und so „verschwindet“ auch die Farbe. Aber, die Wahrscheinlichkeit von bleibenden Brandnarben ist gegeben.<br>
 
Kauter, das heißt Verbrennen. Die tätowierten Hautareale werden schlicht verbrannt. Das tote Gewebe wird im Rahmen der Wundheilung erneuert, und so „verschwindet“ auch die Farbe. Aber, die Wahrscheinlichkeit von bleibenden Brandnarben ist gegeben.<br>
  
Gut, manch ein Mensch würde fast alles tun, um eine alte „Jugendsünde“ los zu werden. Und wird die seelische Belastung durch ein ungewolltes Tattoo zu groß, bieten die Methoden zur Entfernung eben Alternativen.<br>
 
  
Dennoch sollte jedem, der sich für ein Tattoo entscheidet bewusst sein: ein Tattoo ist für immer!
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Gut, manch ein Mensch würde fast alles tun, um eine alte „Jugendsünde“ los zu werden. Und wird die seelische Belastung durch ein ungewolltes Tattoo zu groß, bieten die Methoden zur Entfernung eben Alternativen. Dennoch sollte jedem, der sich für ein Tattoo entscheidet bewusst sein: ein Tattoo ist für immer! Und eben nichts, was man „mal eben“ wieder aus radieren kann.<br>
Und eben nichts, was man „mal eben“ wieder aus radieren kann.<br>
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ProTattoo, Essen, 23. März 2012<br>
 
ProTattoo, Essen, 23. März 2012<br>
  
  
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* [[All_Mark_Benecke_Publications#Alles_.C3.BCber_Tattoos|Mehr über Tattoos]]<br>
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* [[Tattoo|MBs Tattoos]]<br>
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* [[2014_07_Taetowiermagazin:_Bochumer_Studie|Tätowierungen sind voll normal]]<br>
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* [[All Beneckes Begegnungen Taetowiermagazin|MBs Begegnungen im Tätowiermagazin]]<br>
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* [[All nachtplan|MBs Kolumne im Nachtplan]]<br>
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* [[2010-05_Kriminalistik:_Diskussion|Gibt es einen Zusammenhang zwischen Verbrechen & Tattoos?]]<br>
  
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* [[All ProTattoo|ProTattoo]]<br>
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Latest revision as of 20:10, 6 September 2016

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Ein Tattoo ist für immer!

ProTattoo | Verein für Information, Schulung und
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Derweilen gibt es verschiedene Methoden, die die Entfernung einer Tätowierung anpreisen. Sei es Laser, Säure oder Kauter – allesamt sind nicht nur teuer, sie sind auch riskant. Denn auch wenn die Anbieter gerne etwas anderes behaupten: alle die genannten Methoden können Narben hinterlassen, dass jede Farbe gänzlich verschwindet ist auch nicht garantiert.

Klar, manchmal reicht ja schon eine leichte Aufhellung, um das alte Tattoo mit einem neuen „überdecken“, sprich covern, zu können. Dafür eignet sich die Lasermethode bestimmt gut. Aber, was gerade erst am Beginn ist erforscht zu werden: in was genau werden die Tattoofarben in der Haut durch Laser gespalten? Und noch wichtiger: entsteht dadurch evtl. etwas „Gefährliches“? (Stichwort Azo-Pigmente, die eben durch Spaltung aromatische Amine freisetzen können. Werden diese Pigmente durch Laser gespalten? Derzeit weiß es niemand.)


Die Sache mit der Säure ist definitiv sehr skeptisch zu betrachten. Es handelt sich um einen ätzenden Vorgang. Die Säure greift dabei extrem das Gewebe an. Es wird eben nicht gezielt an die Farbe in der Haut gegangen, sondern die Haut an und für sich so massiv verletzt, dass der folgende Heilungsprozess die Farbe abtransportiert. Fraglich bleibt hierbei auch, ob die Anbieter über ausreichende Kenntnisse verfügen. Denn, falsch angewendet kann diese Methode erheblichen dauerhaften Schaden anrichten. Allgemeine gesundheitliche Risiken durch die Anwendung der Säure sind auch nicht ausreichend dokumentiert.


Kauter, das heißt Verbrennen. Die tätowierten Hautareale werden schlicht verbrannt. Das tote Gewebe wird im Rahmen der Wundheilung erneuert, und so „verschwindet“ auch die Farbe. Aber, die Wahrscheinlichkeit von bleibenden Brandnarben ist gegeben.


Gut, manch ein Mensch würde fast alles tun, um eine alte „Jugendsünde“ los zu werden. Und wird die seelische Belastung durch ein ungewolltes Tattoo zu groß, bieten die Methoden zur Entfernung eben Alternativen. Dennoch sollte jedem, der sich für ein Tattoo entscheidet bewusst sein: ein Tattoo ist für immer! Und eben nichts, was man „mal eben“ wieder aus radieren kann.


ProTattoo, Essen, 23. März 2012


Lesetipps


Dr. rer. medic. Mark Benecke · Diplombiologe (verliehen in Deutschland) · Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für kriminaltechnische Sicherung, Untersuchung u. Auswertung von biologischen Spuren (IHK Köln) · Landsberg-Str. 16, 50678 Köln, Deutschland, E-Mail: forensic@benecke.com · www.benecke.com · Umsatzsteueridentifikationsnummer: ID: DE212749258 · Aufsichtsbehörde: Industrie- und Handelskammer zu Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln, Deutschland · Fallbearbeitung und Termine nur auf echtem Papier. Absprachen per E-mail sind nur vorläufige Gedanken und nicht bindend. 🗺 Dr. Mark Benecke, M. Sc., Ph.D. · Certified & Sworn In Forensic Biologist · International Forensic Research & Consulting · Postfach 250411 · 50520 Cologne · Germany · Text SMS in criminalistic emergencies (never call me): +49.171.177.1273 · Anonymous calls & suppressed numbers will never be answered. · Dies ist eine Notfall-Nummer für SMS in aktuellen, kriminalistischen Notfällen). · Rufen Sie niemals an. · If it is not an actual emergency, send an e-mail. · If it is an actual emergency, send a text message (SMS) · Never call. · Facebook Fan Site · Benecke Homepage · Instagram Fan Page · Datenschutz-Erklärung · Impressum · Archive Page · Kein Kontakt über soziale Netzwerke. · Never contact me via social networks since I never read messages & comments there.