Difference between revisions of "1999 RECHTSMEDIZIN: Mark Benecke: Kriminalbiologie"

From Mark Benecke Forensic Wiki
Jump to navigation Jump to search
 
Line 24: Line 24:
 
* [[2011 Rechtsmedizin: H2O Criminalistics & Pathology Symposium, Magna Graecia Universität|H<sub>2</sub>O Criminalistics & Pathology Symposium, „Magna Graecia“ Universität]]<br>
 
* [[2011 Rechtsmedizin: H2O Criminalistics & Pathology Symposium, Magna Graecia Universität|H<sub>2</sub>O Criminalistics & Pathology Symposium, „Magna Graecia“ Universität]]<br>
  
* [[2019-11 Augsburger Allgemeine: Kriminalbiologe Mark Benecke spricht ueber die gemessene Wahrheit|Kriminalbiologe Mark Benecke spricht über die gemessene Wahrheit]]
+
* [[2019-11 Augsburger Allgemeine: Kriminalbiologe Mark Benecke spricht ueber die gemessene Wahrheit|Die gemessene Wahrheit]]
  
 
* [[Rechtsmedizin 2011: 8. Interdisziplinäres Fachforum Rechtsmedizin|8. Interdisziplinäres Fachforum Rechtsmedizin: Der Fall Michelle]]<br>
 
* [[Rechtsmedizin 2011: 8. Interdisziplinäres Fachforum Rechtsmedizin|8. Interdisziplinäres Fachforum Rechtsmedizin: Der Fall Michelle]]<br>

Latest revision as of 10:44, 11 December 2019

Remedlogo.jpg

Quelle: Rechtsmedizin, Heft 10 (1999), Seite 38
(Mark Benecke (1999) Kriminalbiologie. blt Verlag, Gladbach, 130 S., DM 12,80, mit 17 tls. farbigen Abb.,ISBN 3-404-93025-8

Mark Benecke - Kriminalbiologie

Book review by Frank Kolvitz published in the German journal RECHTSMEDIZIN 10(1):38 (Springer eds.)

[Weitere Artikel von MB] [Artikel über MB]

VON MARK BENECKE


Cover of Kriminalbiologie book

In den vergangenen Jahren haben sich mit der DNA-Typisierung und der Forensischen Entomologie zwei vergleichsweise neue Ermittlungszweige fest in Kriminalistik und Rechtsmedizin verankert. Beide werden im vorliegenden Buch gut verständlich und ohne Umschweife abgehandelt. Der Begriff Kriminalbiologie wird zudem erstmals in den Sprachgebrauch eingeführt.

Der Buchinhalt gliedert sich in zwei Teile, in denen auch die interessante Geschichte der beiden genannten Disziplinen beleuchet wird. Bei der DNA-Typisierung spannt sich der Bogen von Sir Jeffreys Multilokusprints über Single Locus Fingerprints (SLPs) zur heutigen Short Tandem Repeat-Analyse (STRs). Neben Fallbeispielen und kriminalistischen überlegungen, beispielsweise zur Wahrscheinlichkeitsberechnung bei Tatortspuren in closed room-Szenarien oder bei Mehrfachvergewaltigungen, zeigt der Autor anhand praxisnaher Beispiele auch andere aktuelle, dem Nichtfachmann aber meist wenig bekannte Details wie den Einfluß von Allelhäufigkeitsverschiedenheiten in Subpopulationen auf. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die schematischen Illustrationen verschiedener DNA-Profile (Spuren, Vaterschaften, Leichenzerstückelung), die auch zu Lehrzwecken geegnet sind.

Im Kapitel zur Forensischen Entomologie liegt der Schwerpunkt des Buches auf Kurzübersichten zu Kriminalfällen, die anhand von Gliedertieruntersuchungen bearbeitet wurden. Dadurch wird das sehr breite Spektrum der Methode anschaulich illustriert. Angefangen bei den frühesten, oft noch intuitiv motivierten Ermittlungen, die aus dem China des 13. Jahrhunderts dokumentiert sind, bis hin zur sich international zunehmend verbreitenden Anwendung der Forensischen Entomologie in der Jetztzeit reicht die klare und lesenswerte Darstellung. Hier finden sich auch verblüffende Schlaglichter wie die anhand von Insekten aufgeklärte Untersuchung einer im Meer verdrifteten Leiche mit teilweiser Fettwachsbildung und der Fund von Blutströpfchenbakterien aus einer Faulleiche, in der eine aussagekräftige bakteriologische Analyse ansonsten nicht mehr möglich war. Der auch in der öffentlichkeit bekanntgeworde Fall des Tötungsdeliktes in der Nähe Braunschweigs, bei dem die vom Autor durchgeführte Leichenliegezeitbestimmung anhand dreier Schmeißfliegenmaden sowie ein ameisenkundliches Gutachten von Bernd Seifert die Alibis des Beklagten stark angriff, wird ebenfalls skizziert.

Kriminalbiologie bietet aufgrund seines Sachbuchcharakters eine hervorragende Handreichung für Kriminalisten und Rechtsmediziner. Farbabbildungen, Register und Glossar untersteichen den Charakter eines kleinen, hochpraktischen Nachschlagewerkes, zu dem man jederzeit gerne greifen wird, um sich knapp, aber fundiert über DNA-Typisierung und Forensische Entomologie zu informieren. Die große stilistische Transparenz macht das Buch auch zu einer besonderen Empfehlung für die zunehmend interessierte Schar von Journalisten und Studenten.

KOK F. Kolvitz, Köln



Lesetipps


Dr. rer. medic. Mark Benecke · Diplombiologe (verliehen in Deutschland) · Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für kriminaltechnische Sicherung, Untersuchung u. Auswertung von biologischen Spuren (IHK Köln) · Landsberg-Str. 16, 50678 Köln, Deutschland, E-Mail: forensic@benecke.com · www.benecke.com · Umsatzsteueridentifikationsnummer: ID: DE212749258 · Aufsichtsbehörde: Industrie- und Handelskammer zu Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln, Deutschland · Fallbearbeitung und Termine nur auf echtem Papier. Absprachen per E-mail sind nur vorläufige Gedanken und nicht bindend. 🗺 Dr. Mark Benecke, M. Sc., Ph.D. · Certified & Sworn In Forensic Biologist · International Forensic Research & Consulting · Postfach 250411 · 50520 Cologne · Germany · Text SMS in criminalistic emergencies (never call me): +49.171.177.1273 · Anonymous calls & suppressed numbers will never be answered. · Dies ist eine Notfall-Nummer für SMS in aktuellen, kriminalistischen Notfällen). · Rufen Sie niemals an. · If it is not an actual emergency, send an e-mail. · If it is an actual emergency, send a text message (SMS) · Never call. · Facebook Fan Site · Benecke Homepage · Instagram Fan Page · Datenschutz-Erklärung · Impressum · Archive Page · Kein Kontakt über soziale Netzwerke. · Never contact me via social networks since I never read messages & comments there.